Ideen und Texte

Gehirn

Unser Hirn ist eine mächtige Problemlösungsmaschine, die sich in den Jahrmillionen ihrer Entstehung optimal an die wechselnde Umwelt angepasst hat. Es ist flexibel, schnell und intuitiv.

Die Lösungen, die noch zu Zeiten des Neandertalers richtig waren, sind es heute nicht mehr. Die Vorzeit macht aber 99% der Entwicklungszeit des Gehirnes aus, unsere heutige Umwelt ist sehr neu. So kommt es, dass alte Reflexe bis in die Neuzeit hineindauern. Es ist kein Zufall dass es vornehmlich Männer sind, die sich für Fußball interessieren (Stammesgemeinschaft in Stammeskluft misst sich mit einem anderen Stamm beim Jagen).

Und auch in unserer eigenen Entwicklung überdauern Lösungen, die einmal in der Kindheit sinnvoll waren, uns aber heute an einem selbstbestimmten Leben hindern.

Das Gehirn wird sich nur Dinge einprägen, die eine Bedeutung erlangen. Darum ist die Wahrnehmung so wichtig. Ohne diese können Dinge keine Bedeutung erlangen und nicht erlernt werden.

Beim Festhalten an alten Strukturen können Probleme entstehen. Ein gutes Beispiel sind Muskelverspannungen. Bei Stress ziehen wir die Schultern hoch; noch so ein alter Reflex, der unsere empfindlichste Stelle nämlich die Kehle schützen will. Wir ein quergestreifter Muskel dauerkontrahiert kommt es zu Schmerzen, die jeder kennt der einmal einen Nagel überkopf eingeschlagen hat. Dieser Muskeltyp ist eben nicht zur Haltearbeit gemacht. (Darum ist zumeist eine Fehlschluß, das "Muskelkorsett" aufzubauen um den Körper zu tragen.) Wenn Sie mit den Grundsätzen, die an der Arbeitsstelle zu Verspannungen führt mit ins Fitnessstudio nehmen (viel hilft viel...wenn nicht ich wer dann.....denen werd ich es zeigen..), wen wundert es wenn sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt.

Veränderungen sind häufig nicht anstrengend. Unser Gehirn liebt Leichtigkeit und Spaß.

Gefühle

Wofür sind Gefühle eigentlich gut?

Wir können davon ausgehen, dass in der Menschheitsgeschichte alles irgendwann einmal einen Sinn hatte. So wurden Gefühle eingeführt, weil sie uns einen Vorteil erbrachten.

Lernen:
Nur Sie geben Dingen und Momenten Bedeutung. Und nur wenn Dinge Bedeutung erlangen, lernt unser Gehirn. Warum auch sollte sich das Gehirn unbedeutendes einprägen.

Intuition:
Intuition ermöglich ein unvergleichlich schnelles Handeln in unübersehbaren Situationen. Dabei leiten uns die Gefühle.

Stufen

von Hermann Hesse

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,

der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Der Tod geht uns nichts an

Auszug aus einem BRIEF AN MENOIKEUS
Epikur (342-270v.Chr.)

Wer jung ist, soll nicht zögern zu philosophieren, und wer alt ist, soll nicht müde werden im Philosophieren. Denn für keinen ist es zu früh und für keinen zu spät, sich um die Gesundheit der Seele zu kümmern. Wer behauptet, es sei noch nicht Zeit zu philosophieren oder die Zeit sei schon vorübergegangen, der gleicht einem, der behauptet, die Zeit für die Glückseligkeit sei noch nicht oder nicht mehr da. Darum soll der Jüngling und der Greis philosophieren, der eine, damit er im Alter noch jung bleibe an Gütern durch die Freude am Vergangenen, der andere, damit er gleichzeitig jung und alt sei durch die Furchtlosigkeit vor dem Künftigen. Wir müssen uns also kümmern um das, was die Glückseligkeit schafft: wenn sie da ist, so besitzen wir alles, wenn sie aber nicht da ist, dann tun wir alles, um sie zu besitzen. Wozu ich dich dauernd gemahnt habe, das tue auch und kümmere dich darum und begreife es als Elemente des guten Lebens.

Gewöhne dich an den Gedanken, daß der Tod uns nichts angeht. Denn alles Gute und Schlimme beruht auf der Wahrnehmung. Der Tod aber ist der Verlust der Wahrnehmung. Darum macht die rechte Einsicht, daß der Tod uns nichts angeht, die Sterblichkeit des Lebens genußreich, indem sie uns nicht eine unbegrenzte Zeit dazugibt, sondern die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit wegnimmt. Denn im Leben gibt es für den nichts Schreckliches, der in echter Weise begriffen hat, daß es im Nichtleben nichts Schreckliches gibt. Darum ist jener einfältig, der sagt, er fürchte den Tod nicht, weil er schmerzen wird, wenn er da ist, sondern weil er jetzt schmerzt, wenn man ihn erwartet. Denn was uns nicht belästigt, wenn es wirklich da ist, kann nur einen nichtigen Schmerz bereiten, wenn man es bloß erwartet.

Das schauerlichste Übel also, der Tod, geht uns nichts an; denn solange wir existieren, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, existieren wir nicht mehr. Er geht also weder die Lebenden an noch die Toten; denn die einen geht er nicht an, und die anderen existieren nicht mehr. Die Menge freilich flieht bald den Tod als das ärgste der Übel, bald sucht sie ihn als Erholung von den Übeln im Leben. Der Weise dagegen lehnt weder das Leben ab noch fürchtet er das Nichtleben. Denn weder belästigt ihn das Leben, noch meint er, das Nichtleben sei ein Übel. Wie er bei der Speise nicht einfach die größte Menge vorzieht, sondern das Wohlschmeckendste, so wird er auch nicht eine möglichst lange, sondern eine möglichst angenehme Zeit zu genießen trachten.

Wenn Sie eine Lösung wissen, so lassen Sie es mich bitte wissen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Idee vielleicht patentwürdig ist!

Arsen im Trinkwasser.

In Bengalen ist das Trinkwasser mit Arsen vergiftet, man spricht von der größten Massenvergiftung seit Menschengedenken.

Gesucht wird eine Methode, Wasser mit einfachsten Mitteln zu destillieren oder vom Arsen zu befreien. Die Methode muss simpel und wartungsarm sein. Gute Baumaterialien sind PET-Flaschen, organische Abfälle, Sonne.