Lasertherapie

Bandscheibenoperationen (PLDD)

Nadel mit Laserfaser

Nadel mit Laserfaser

In lokaler Betäubung wird eine Laserfaser durch eine Punktionskanüle in die betroffene Bandscheibe eingeführt. Unter kontinuierlicher Röntgenkontrolle wird die Nadel millimetergenau platziert. Das Verfahren zählt zur Mikrotherapie und beruht auf der Schrumpfung von Bandscheibengewebe durch Hitze. Der innere Kern der Bandscheibe, der Nucleus pulposus, wird dabei schonend verkleinert. Ein Bandscheibenvorfall kann sich dadurch schneller zurückziehen. Es erfolgt eine rasche räumliche Entlastung der bedrängten Nervenwurzel. Weiterhin führt die Hitze zu einer Verödung der Schmerznerven, welche die Bandscheibe umgeben.

Bei Versagen der konservativen Therapie stellt das Verfahren bei bestimmten Bandscheibenschäden eine gute Therapieoption da. Im Vergleich zu einer mikrochirurgischen Operation kommt es zu keiner nennenswerten Narbenbildung, auch die Komplikationsmöglichkeiten sind deutlich niedriger.

Der Eingriff dauert etwa 15 Minuten und wird in örtlicher Betäubung und leichter Sedierung durchgeführt.

Lasernadel an der Brustwirbelsäule

deutlich ist der gelaserte Bereich zu sehen

   

Facettenverödung

2 dünne Nadeln werden an den Gelenkspalt geführt

Hierbei wird unter Röntgenkontrolle eine dünne Nadel an die schmerzhaften Gelenke der Wirbelsäule geführt. Die anschließende Verödung der Nerven, welche die Schmerzen verursachen, erfolgt über eine Glasfaser.

Der Eingriff dauert etwa 15 Minuten und wird in örtlicher Betäubung und leichter Sedierung durchgeführt.

Wirksamkeit

Wie immer in der Medizin ist die richtige Indikationsstellung wichtig für gute Ergebnisse. Nicht jeder Bandscheibenvorfall kann gelasert werden. So sollte der Faserring der Bandscheibe erhalten sein.
Obwohl die Methode seit 20 Jahren angewendet wird ist die Datenlage schwach, siehe dazu diesen Artikel.
Die Komplikationsmöglichkeiten sind im Vergleich zur offenen Operation geringer, der Krankenhausaufenthalt beträgt maximal 1 Tag und die Arbeit kann zügiger wiederaufgenommen werden. Auch eine Vollnarkose ist nicht erforderlich.
Bei einer Verödung der Bandscheibe werden in einer Sitzung auch die schmerzhaften Wirbelgelenke mitbehandelt.